Wie Marie Mohr mit LĀMOR Achtsamkeit, Stil und Bewegung vereint

Wie Marie Mohr mit LĀMOR Achtsamkeit, Stil und Bewegung vereint
Wie Marie Mohr mit LĀMOR Achtsamkeit, Stil und Bewegung vereint Tipps

Als Co-Gründerin von LĀMOR verbindet Marie Mohr Achtsamkeit mit Ästhetik, Bewegung mit Bewusstsein – und das Yogastudio mit einem Gefühl von Zuhause. Was einst als Schmucklabel begann, ist heute viel mehr: eine Marke, ein Raum, eine Community für Menschen, die nach Balance suchen, ohne sich zu verbiegen. Maries Weg führte vom Modelleben zur Yogamatte, von Hotels und Hektik zu Routinen, die wirklich tragen. Ihr Stil? Modern, klar, intuitiv. Ihr Ziel? Yoga, das bleibt – im Körper, im Alltag, im echten Leben.

MARIE, GIBT ES EINEN SONG, DER DICH SOFORT IN DIE RICHTIGE YOGA-STIMMUNG BRINGT?

Ja, total! Mein Lieblingssong ist definitiv Station – ich glaube, der kam 2014 raus. Das ist so ein Track, den jede:r Yogalehrer:in kennt. Der ist aktiv, aber auch ruhig – mein absoluter Fave-Track. Ich spiele ihn oft zu Beginn oder am Ende einer Klasse, Richtung Shavasana. Der ist echt immer in meiner Playlist.

UND WO WAR DER AUSGEFALLENSTE ORT, AN DEM DU JE YOGA GEMACHT HAST?

Oh, das war auf einer alten Burg in Jimena de la Frontera in Spanien. Da mache ich auch meine Retreats. Die Burg liegt oben auf dem Berg, es ist ein freies Feld, und dann haben wir den Sonnenuntergang angeschaut und eine kleine Yogaeinheit gemacht. Das war schon sehr besonders – von der Aussicht, vom Gefühl, vom Vibe.

DU BIST UNTERNEHMERIN, YOGALEHRERIN, DESIGNERIN, CONTENT CREATORIN. WAS MOTIVIERT DICH, IN SO VIELEN ROLLEN AKTIV ZU SEIN?

Ich war schon immer jemand, der viel macht – das liegt einfach in mir. Klar, ich hab auch oft gehört: „Fokussier dich auf eine Sache.“ Aber ich gebe gerne, ich kann andere oft besser supporten als mich selbst. So sind nach und nach ganz viele Projekte entstanden – wie LĀMOR. Und wenn ich etwas mache, dann mit 100%. Die verschiedenen Rollen ergänzen sich total: Das Netzwerk, die Community, der kreative Austausch – alles fließt zusammen. Viele sagen, sie finden das inspirierend oder spüren diese Leichtigkeit. Und genau das motiviert mich: etwas Gutes rauszugeben.


WIE IST LĀMOR ENTSTANDEN?

Ursprünglich war das mal ein Schmucklabel! Der Name LĀMOR kommt von meinem Nachnamen Mohr. Ich hab einfach ein bisschen rumgespielt und das „H“ rausgenommen. Später, in meiner Yogalehrer-Ausbildung, wollte ich nicht einfach „Yoga bei Marie“ heißen, das fand ich zu generisch. Dann hab ich mich erinnert: Ich hab doch schon diesen Brandnamen, der zu mir passt. Und so wurde LĀMOR zum Yoga-Label.


WAS MACHT LĀMOR-STUDIO SO BESONDERS?

Wir sind definitiv kein klassisches Studio mit fixem Stundenplan. Bei uns ist jede Klasse individuell, maximal neun Teilnehmende. Es ist eine ganz kleine, persönliche Gruppe. Unsere Teacher gestalten ihre Stunden frei. Und LĀMOR ist mehr als ein Studio. Es ist eine Lifestyle-Brand. Design, Atmosphäre, Ästhetik – das fließt alles mit ein. Es geht nicht nur darum, den Körper zu stärken, sondern einen Lifestyle zu leben. Dass Yoga Teil deines Lebens ist – nicht nur eine Stunde pro Woche.

WO ENTSTEHEN DEINE IDEEN – IM KOPF ODER IM BAUCH?

Ganz, ganz schwierig. Aber meistens Bauch. Klar, der Kopf schwingt immer wieder mit. Aber bei LĀMOR arbeite ich nicht alleine. Jürgen Gessler von Montana Technology ist mit dabei, genauso wie unser kleines Team. Wir sind alle mit Herz dabei. Oft kommt jemand mit einer Idee, wir spinnen sie geimeinsam weiter, und plötzlich entsteht ein ganzes Projekt. Es ist ein echtes Miteinander.


DEINE REISE BEGANN MIT DEM WUNSCH NACH MEHR BALANCE. ERINNERST DU DICH AN DEN MOMENT, DER ALLES VERÄNDERT HAT?

Ja, das fing an, als ich noch gemodelt habe – über elf Jahre lang. Ich war ständig unterwegs, viel in Hotelzimmern, mit super unregelmäßigen Zeiten. Irgendwann habe ich gemerkt: Der Lifestyle ist zwar spannend, aber auch oberflächlich und anstrengend. Ich habe dann angefangen, kleine Rituale einzubauen. Atemübungen im Hotelzimmer, mich ins Jetzt zu holen. Und durch mein Umfeld kam ich mehr in Kontakt mit Yoga. So hat das angefangen.


HAST DU HEUTE NOCH FESTE RITUALE ODER AUSZEITEN, DIE DIR HELFEN?

Ich bin nicht diese klassische super-spirituelle Yogalehrerin. Bei LĀMOR geht’s auch um ein modernes, zeitgemäßes Yoga. Aber ja, ich hab meine Routinen: ob Zitronenwasser morgens, oder ein Wecker um 23:30 Uhr, der mir sagt: Jetzt ist Schlafenszeit. Ich bin eher nachtaktiv, steh aber früh auf – da ist Schlaf wichtig. Meine Routinen mache ich oft in Phasen – wie Mini-Challenges: einen Monat jeden Morgen fünf Minuten meditieren, dann steigern auf 30 Minuten. Wenn’s grad nicht passt, verändere ich’s – vielleicht zu abendlichen Yoga-Sessions. Oder wenn ich viel Stress habe, setz ich mich einfach mal fünf Minuten auf eine Bank, genieße die Sonne, höre keine Musik. Einfach nur da sein.


WAS HAT SICH DURCH ACHTSAMKEIT KONKRET VERÄNDERT?

Ich war früher super impulsiv – wie auf Strom. Viele Gedanken, viel Energie, aber wenig Fokus. Ich wusste schon, wer ich bin und was ich will, aber ich war wie ein aufgescheuchtes Huhn. Yoga hat mir geholfen, klarer zu denken, bewusster zu entscheiden. Ich hetze nicht mehr von einem zum nächsten, sondern nehme mir bewusst Zeit. Ich treffe Entscheidungen ruhiger, bewusster. Ich glaube, viele Menschen nehmen sich keine fünf Minuten am Tag nur für sich – ohne externen Einfluss. Das habe ich durch Yoga gelernt.


GIBT ES EINE ÜBUNG, DIE DIR IMMER HILFT – UND DIE AUCH UNSEREN LESER:INNEN HELFEN KÖNNTE?

Ja! Mein Soft-Fokus-Ritual. Ganz simpel: Aufrecht hinsetzen, Augen schließen, tief durch die Nase einatmen, durch den Mund ausatmen – wie eine Kerze ausblasen. Dann öffne ich die Augen und schaue für zehn Minuten einen Gegenstand an. Meistens eine Kerze. Es ist wie eine Mini-Meditation, die sofort Ruhe bringt.


WO SIEHST DU DICH UND LĀMOR IN FÜNF JAHREN?

Ich wünsche mir, dass LĀMOR eine richtig starke, organisch gewachsene Community wird. Mit Studios an besonderen Orten, wo Menschen nicht nur Yoga machen, sondern sich echt verbunden fühlen. LĀMOR soll für Lifestyle, Vitalität und bewusste Bewegung stehen. Und für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich frei bleibe, meine Projekte mit Liebe machen kann – und dass Familie und Freunde immer ihren Platz haben.

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