AGILES PROJEKTMANAGEMENT – EIN MANIFEST, DAS REVOLUTIONIERT!

Agiles Projektmanagement – Ein Manifest, das revolutioniert!

Das agile Projektmanagement mit Methoden wie Scrum und Kanban ist in aller Munde. Doch woher kommt der Wandel und was sind die Ziele und Werte des agilen Arbeitens?

Kaum etwas hat die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren so erschüttert, wie das Wort agil. Ein simpler Begriff. Zwei Silben. Doch nichts lässt das Start-up-Herz höher schlagen und die Großunternehmen nervöser werden. Dabei beschreibt agil lediglich eine Methodologie. Eine Vorgehensweise, die ursprünglich aus der Softwareentwicklung kommt und sich langsam den Weg durch jede noch so kleine Branche bahnt. Doch was ist das Geheimnis? Worin liegt der Zauber?

Manifesto for Agile Software Development

Zunächst bitte alles auf Anfang. Schließlich begann die Geschichte des agilen Projektmanagements vor gar nicht allzu langer Zeit, als 2001 siebzehn Software-Entwickler, darunter die zwei Begründer der Scrum-Methode, sowie der Erfinder der Wiki-Software, die zentralen Werte des agilen Arbeitens in einem Manifest niederschrieben. Ja, richtig gehört! Das Manifesto for Agile Software Development ist sozusagen die Bibel der agilen Pioniere und umfasst zentrale Leitsätze wie: Mensch und Interaktion statt Prozesse und Werkzeuge, funktionierende Software statt umfassende Dokumentation und Veränderung statt Planung.

Ziel des Ganzen war und ist, Entwicklungsprozesse schneller, schlanker und kunden- beziehungsweise nutzerorientierter zu machen. Wieso? Nun ja, nachdem technische Systeme immer komplexer und das Programmieren nicht nur von einer, sondern von mehreren Personen übernommen wurden, scheiterten zu Beginn des digitalen Zeitalters diverse Softwareprojekte. Stell dir nur einmal vor, dass fünf Personen an einem Skript arbeiteten und jeder einzelne davon sich einem ganz bestimmten Teil des Codes widmete, daran bastelte und den Code-Schnipsel irgendwann endlich fertig stellte. Nach wochenlanger Arbeit also wurden die einzelnen Code-Fragmente der Programmierer zusammengefügt (gemerged) und oh Wunder – funktionierten nicht miteinander.

In Folge dieser starren Herangehensweise wurden Anfang 2000 diverse Projekte nach monatelanger Arbeit einfach abgebrochen und landeten in der Tonne. Meist war es schlichtweg günstiger und auch einfacher, das Projekt ganz von vorne zu starten, als an der Fehlerbehebung zu arbeiten. Das Frustrationslevel ist kaum vorzustellen.

Wieso ein Projekt scheitert

Eine Revolution musste her. So konnte es nicht weitergehen. Weder kostentechnisch noch psychisch. Doch was waren die Ursachen des Problems?

Für die siebzehn Entwickler und Gründer des Manifesto for Agile Software Development lag die Ursache ganz eindeutig in der Starrheit des gesamten Entwicklungsprozesses. Das ursprüngliche Vorgehen umfasste einen extrem detaillierten Plan, der zu Beginn in Zusammenarbeit mit dem Kunden erstellt wurde und Kundenwünsche sowie Nutzeranforderungen beinhaltete. Dieser Plan war sozusagen das Nonplusultra, unantastbar und in Stein gemeißelt. Auf Basis dessen wurden die verschiedenen Aufgaben und damit einhergehend Code-Bereiche aufgeteilt.

Ohne das Klischee eines Programmierers bedienen zu wollen, arbeiteten die einzelnen Personen individuell und isoliert an ihrer Aufgabe. An ihrem Teilaspekt. Tage, Wochen, Monate. Zusätzlich mussten die einzelnen Schritte selbstverständlich dokumentiert werden, um Arbeitsschritte ex post nachvollziehen zu können. Diese umfassende Dokumentation kostete Zeit und Energie. Das Ergebnis: Ein Projekt, das unfassbar langwierig war, dessen Teilergebnisse für sich allein vielleicht funktionierten, zusammegefügt jedoch einfach nicht rund liefen, geschweige denn die Kundenwünsche und Nutzeranforderungen erfüllten. Auch die Kundenbedürfnisse, welche sich im Zuge des Informationszeitalters schnell und kontinuierlich verändern konnten, blieben unbeachtet.

Ein Lösungsansatz: Agiles Projektmanagement

Das Manifest stellt 4 Aspekte der agilen Arbeit in den Vordergrund. Zum einen soll der Mensch beziehungsweise die zwischenmenschliche Interaktion in den Vordergrund gestellt werden, statt lediglich auf Prozesse und Werkzeuge zu schauen. Zum anderen ist in der agilen Arbeitsweise eine funktionierende Software wichtiger als eine umfassende Dokumentation.

Was im Nachhinein trivial erscheint, ist tatsächlich bahnbrechend. Denn insbesondere in größeren Unternehmen nehmen Prozesse und Dokumentationen einen enorm wichtigen Stellenwert ein. Schließlich sollen Arbeitsschritte nachvollziehbar und skalierbar sein. Natürlich fällt die Dokumentation im agilen Projektmanagement nicht hinten runter, doch eine funktionierende Software ist schlichtweg wichtiger.

Die zwei weiteren Punkte widmen sich der Zusammenarbeit mit dem Kunden sowie der stetigen Anpassung an Veränderungen. Wie bereits beschrieben, verlief die Softwareentwicklung bis dato extrem starr und “plan-orientiert”. Es fehlten Iterationen, in denen Codeschnipsel gemeinsam getestet, verbessert und gegebenenfalls an neue Anforderungen angepasst werden. Agiles Arbeiten bedeutet, auf Veränderungen immer und immer wieder einzugehen, statt an einem zuvor definiertem Plan festzuhalten. Neben diesen kontinuierlichen Anpassungen soll die Zusammenarbeit mit dem Kunden im Mittelpunkt stehen, um mit dem Endprodukt den Kundenwünschen sowie Nutzeranforderungen gerecht zu werden.

Statt also an ursprünglich formulierten Leistungsbeschreibungen oder Lastenheften festzuhalten, wird der Kunde aktiv in den Prozess einbezogen.

Take-Away

Was können wir von den siebzehn Entwicklern lernen? Was ist das Take-Away dieser Pioniere?

Wir können von ihnen lernen, regelmäßig den Status Quo zu hinterfragen. Die aktuelle Vorgehensweise nicht als gegeben hinzunehmen und out of the box zu denken – statt engstirnig einfach weiter zu machen. Ab und zu vom Rechner aufzuschauen, inne zu halten, und Distanz zur eigentlichen Problemstellung und dem konventionellen Lösungsweg aufzubauen. Agiles Arbeiten ist mehr als nur ein Trend oder ein Tool für effizientes Projektmanagement. Es ist eine Lebenseinstellung, die uns zeigt, was mit nur ein wenig “um die Ecke denken” alles möglich ist! Wir von ZENSPOTTING sehen einen engen Zusammenhang zwischen Agilität und Achtsamkeit. Achtsamkeit besitzt ebenfalls das Potential, die Arbeitswelt zu revolutionieren und alte Denkmuster aufzubrechen. Auch hier stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Wir identifizieren kontinuierlich die Bedürfnisse des Individuums und passen die Achtsamkeitsmethoden und -formate den gegebenen Anforderungen und Herausforderungen an. So wird die Individualität gestärkt und Kreativität, intrinsische Motivation sowie persönliche Weiterentwicklung gefördert.

Unser Ziel ist es, den Menschen zu befähigen, aus eigener Kraft heraus zu gestalten, zu wachsen, ohne dabei den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren. GET EMPOWERED TO BE YOU.

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Die Autorin

Die Autorin

Sarah Schömbs

“What we know is not much. What we don’t know is enormous.” - Pierre Simon de Laplace

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